Heike Klussmann: Yellowesk


Titel:
Yellowesk
Heike Klussmann

Ort: loop - raum für aktuelle kunst,
Schlegelstraße 26/27 (Aufgang 2, 1.St.)
10115 Berlin-Mitte

Eröffnung:
Freitag 06.11.1998 20Uhr
Ab 22 Uhr Lounge im half loop

Ausstellungsdauer: 07.11. - 05.12.19 98

Öffnungszeiten: Mi. bis Sa. 14 - 18 Uhr

Künstlerische Leitung: Rüdiger Lange
 
Parabolica Spaces Kulturprogramm wird veranstaltet von loop - raum für aktuelle kunst, imTeam und IDEA

Bei der Ausstellung „Yellowesk" von Heike Klussmann werden in der November-Präsentation von loop - raum für aktuelle kunst die Raumflächen der Galerie von der Decke über die Wände zum Fußboden mit gelb-leuchtendem Straßenmarkierungsband ausgekleidet und somit gleichsam markiert.

Wie an einem endlosen Band durch den Raum gezogen, bilden die flächigen Streifen eine Skulptur: es entsteht eine dreidimensionale Raum-Illusion. Der Standpunkt des Betrachters ( „Innenraum vs. Außenraum") wird durch diese Dopplung hinterfragt.

Dabei stellt die architektonische Installation 'nur ' eine Fassade dar, ausgehend vom Profil eines Modellhaus-Bausets. Die Räumlichkeit und die betonte Plastizität gehen dabei vor allem auch auf die strahlend hellgelben, den Lichteinfall reflektierenden Markierungsbänder zurück.

Heike Klussmann arbeitet bei „Yellowesk" wie schon bei früheren Arbeiten mit alltäglichem Material, das einem auf Autobahnen und Zebrastreifen oder einer der vielen Berliner Baustellen begegnet. Die Verwendung dieses 'banalen' Werkstoffes in riesiger Menge erzeugt Verfremdung, Irritation, aber auch das „Empfinden der Neuheit und des Wiedererkennens", wobei der Verweis auf seine Ursprungsbedeutung erkennbar bleiben sollte. In diese neue, andere Beziehung gesetzt, markiert der Leucht-Stoff Oberflächen und bezeichnet und definiert somit auf eine anziehende Art den Innenraum.
Die besondere Atmosphäre der Leucht-Plaste, die (im Straßenverkehr) auch auf „Gefahrenstellen" hinweisen soll und der mit ihr verbundene Licht-Raum lockt den Betrachter fast magisch an.

Mit den intensiven räumlichen Möglichkeiten und der physisch-energetischen Struktur, die der Optik und Oberfläche des verwendeten Materials innewohnt, schafft die Künstlerin mit „Yellowesk" ein komplexes, faszinierendes Raum-Bild.

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