We ♥ Kylie




 

Sommerausstellung mit Künstlern der Galerie

Eröffnung am 28. Juli 2007 um 20 Uhr
Ausstellung vom 01. August bis 07. September 2007
Sommeröffnungszeiten: Mittwoch bis Freitag 14 Uhr bis 18 Uhr

Goetz Valien, Karsten Konrad, Axel Lieber, Andreas Schimanski,
Anne Hoenig, Andreas Koch, Daniel Mohr, Frank Coldewey

Die Sommerausstellung „We love Kylie“ präsentiert einen Querschnitt und Überblick aus den Ausstellungen des vergangenen Jahres und macht die unterschiedlichen künstlerischen Ansätze in einer unprätentiösen „leichten“ Präsentation zugänglich. Sie vereint laszive Porträts mit konzentrierten Raumarbeiten, Zeichnungen mit Interieurs  bis hin zu urbanen Momentaufnahmen.

Kylie am Pool
Gleich als Entrée empfängt den Betrachter das namengebende Bild „We love Kylie“ von Goetz Valien, eine Hommage an Kylie Minogue im Stil der Modekette H&M, die im Frühjahr eine Bademoden Kollektion mit der Pop-Ikone promotete. Kylies Ausstrahlung, wie sie sich im schimmernden blauen Pool-Wasser, gekleidet mit silberfarbenem Badeanzug, dem Betrachter entgegenräkelt, schafft eine intensive Präsenz im Ausstellungsraum. Dass das überlebensgroße Bild der Popsängerin wirkt, ist kein Zufall. Nicht nur der Anklang an Sommer, Hitze und Beach-Beautys bedient erfolgreich die popkulturell geprägten Rezeptionsmuster. Allein die Mode Minogues zog bereits in diesem Frühjahr zahlreiche Besucher in die Londoner Ausstellung im Victoria and Albert Museum.

Konsequenterweise ist Kylies Porträt ein separater Platz im loop-raum eingeräumt, so dass die anderen Arbeiten der Sommerausstellung nicht von der Dominanz des Bildes überlagert werden. Die im Eingangsbereich platzierte Skulptur von Karsten Konrad korrespondiert auf gewissen Kanälen mit der Pop-Hommage (Retro-Farbgebung,  Dekonstruktion, Spiegelfragmente), die der in der Explosion erstarrten Zackenskulptur eine selbstverliebte Autoreflexion verleihen, wie sie auch den medial perfekt inszenierten Pop- und Medienstars innewohnt.

Schriller Pop vs. Introversion
Pop- und Promikult evoziert Neugier und Interesse. „What she sees“ ist der Titel der Arbeit von Anne Hoenig. Das Bild zeigt eine Frau, die vornüber gebeugt durch die Dielen sieht. „Was sie sieht“ erfährt der Betrachter nicht, der Blick auf die neugierige Frau wirft ihn lediglich auf den eigenen Voyeurismus zurück. 

Eher Introversion als Extrovertiertheit bietet der vordere Ausstellungsraum. Er zeigt zwei Arbeiten von Axel Lieber: eine filigrane, streng reduzierte Wandskulptur und eine Tür, die auf Klinke und Rahmen reduziert ist, und kein Außen mehr vom Innen unterscheiden lässt. Die Zeichnungen von Andreas Schimanski aus der Ausstellung „Cocooning“, introvertierte Welt-Bilder, sind aus der Sehnsucht nach Rückzug ins Private geboren, die Gegenentwicklung zum oberflächlichen, lauten Außen. Den Blick nach „Außen“ erlaubt der Fenster-Blick von Andreas Koch,  in dem das Fenster als Trennung von Innen- und Außenraum, als Metapher für die „innere“ und „äußere“ Perspektive steht. Zusammengesetzt aus mehreren Perspektiven, schafft die Fotomontage einen Eindruck von Authentizität, der objektiv nicht eingelöst werden kann. Weite, Tiefe und Nähe werden in trompe l´œil - Manier in einem Bild vereint. Vermeintlich vertraute Bilder lassen sich in einem neuen, fremden Licht betrachten.

Vom Innen leitet die Sommerausstellung den Betrachter wieder ins Sonnenlicht – in die Bilder Daniel Mohrs: Parks, Kulturlandschaften, festgehalten in flüchtigen, momenthaften Farbskizzen und in die fragmentierten, dekonstruierten Stadtraum-Bilder Frank Coldeweys. Die Sommerausstellung im loop - raum für aktuelle kunst ist bis zum 7. September zu sehen.